Risiken von Anleihen

Ausfallrisiko
Wenn der Schuldner zahlungsunfähig wird, dann bekommt man sein Geld nicht zurück. Ein Ausfallrisiko gibt es bei so gut wie allen Anleihen. Natürlich sind alle Anleihen bis auf Staatsanleihen durch Werte wie Immobilien, Firmenkapital oder Maschinen besichert. Staaten haben keine Besicherung, weil diese in der Regel nicht in die Insolvenz gehen. Je höher das Ausfallrisiko ist, desto höher ist der Zinssatz. Die Bonität von Staaten und Unternehmen wird durch Rating-Agenturen ermittelt. Bekannte Ratingagenturen sind hier Moody’s, Standard & Poor’s sowie Fitch. Schlechte Anleihen werden als Schrottanleihen oder Junk Bond bezeichnet.

Zinsänderungsrisiko
Eine Anleihe wird immer zum Nennwert zurückgezahlt, verkauft man die Anleihe vor Ablauf der Laufzeit, so hat der derzeitige Marktzins Einfluss auf den Kurs der Anleihe.

Inflationsrisiko
Wie bei allen Wertpapieren gibt es bei Anleihen auch das Inflationsrisiko, d.h. dass der Wert der Rückzahlung unbestimmt ist. Je höher die Inflation, desto niedriger der Wert des Geldes. Durch inflationsindizierte Anleihen kann man dieses Risiko vermeiden.

Risiken im Vergleich zu anderen Geldanlagen
Neben dem Zinsänderungsrisiko ist ganz besonders der Zahlungsausfall, also die Zahlungsunfähigkeit des Emittenten das größte Risiko. Im Falle von Griechenland z.B. wären die Anleihen nahezu wertlos geworden. Bis auf Staaten sind alle anderen Anleihen natürlich durch Werte wie Maschinen oder anderes besichert.
Festverzinsliche Geldanlagen wie Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten weisen natürlich eine 100 prozentige Sicherheit auf, da sie durch den Einlagensicherungsfonds geschützt sind. Tagesgeld ist jeden Tag verfügbar, Festgeld jedoch nicht. Auch hier ist die Festgeldverzinsung natürlich höher.